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Interkulturelle Musiksoirée mit Sahin Karaaslan im Rosensaal

Der Abend war ein schlagender Beweis dafür, was man erreichen kann, wenn man Ideen hat, und diese schnell und entschlossen umsetzt. Die erste Idee für eine solche Veranstaltung entstand am 2.3. und wenige Tage später war alles erfolgreich umgesetzt, zur großen Freude aller, die sich an diesem Abend im Rosensaal eingefunden haben. Sahin Karaaslan ist es damit gelungen in kürzester Zeit eine interkulturelle Veranstaltung auf die Beine zu stellen, die in Leimen ihres Gleichen sucht. Ein Fingerzeig darauf, was Leimen mit ihm an der Stadtspitze erreichen kann.

Trotz der kurzen Vorlaufzeit, hatten sich viele Künstler Zeit genommen und der Rosensaal war gut gefüllt. Mit Waseem Butt leitete ein Stadtrat aus unserer Nachbarstadt Heidelberg durch den Abend – auch das ein Zeichen für die gute Vernetzung von Sahin Karaaslan. Er hob besonders hervor, dass Sahin Karaaslan mit seiner Lebensgeschichte für das verbindende der Kulturen steht, und das kam an diesem Abend zur Geltung.

Die kleine Weltreise vereinigte Künstler aus Europa, Asien und Afrika auf der Leimener Bühne. Begonnen wurde die Reise mit den jugendlichen Tänzern Albion und Albina aus dem Kosovo, die den albanischen Tanz Shota zeigten. Anschließend zog Sahin Karaaslan eine Parallele am Weltfrauentag eine Parallele zwischen Frauen und Migranten. Frauen wurden früher, wie Migranten heute häufig defizitär wahrgenommen. Der Frauenbewegung ist es gelungen, dieses Frauenbild zu verändern und er möchte das seine dazu tun, dass man auch bei Migranten verstärkt die Potentiale sieht, statt vermeintliche Defizite in den Vordergrund zu stellen.

Als einer der musikalischen Höhepunkte des Abends erwiesen sich die beiden russischen Künstlerinnen Darya Lenz (Mezzosopran) und Natalia Müller (Piano), die in großer Perfektion russische Lieder darboten. Einen Hörgenuss vom Feinsten erlebten die Besucher und mancher hätte gerne mehr von den beiden gehört.

Der Wechsel von der europäisch klassischen Musik zu den nächsten Künstlern hätte kaum größer sein können. Swami Dhyan Pradeep und Sigrid Gupta zauberten mit Sitar, Dilruba und Bansuri indisches Flair auf die Bühne. Mit Folklorestücken aus Rajastan und dem Himalaya und einem klassisch indischen Stück versetzten sie den Rosesaal schnell in eine transzendentale Stimmung.

Aus der wurde man dann von der Rumänischen Formation Promoroaca gerissen, die mit Gitarre, Ziehharmonika und Geige Folklore aus ihrer Heimat gekonnt boten. Promoroaca (Rauhreif) hieß auch ihr erstes Stück, und schon da hatten sie das Publikum, das klatschend mitging. Die Zugaben mussten nach einigen Stücken begrenzt werden, denn mit Sunucraft wartete ein weiterer Höhepunkt auf die bestens unterhaltenen Zuhörer.

Die drei Trommler brachten mit ihren afrikanischen Rythmen schnell den ganzen Saal zum schwingen und einige Besucher sogar zum tanzen. Besonders das Stück Djolé, das in Guinea sehr verbreitet ist, und dort bei großen Festen gespielt wird, nahm den ganzen Saal mit, nicht zuletzt, weil der Refrain „wa wango sico la i ko“ von allen mitgesungen wurde.

Am Schluss kamen alle KünstlerInnen noch einmal auf die Bühne, und Sahin Karaaslan dankte für den gelungenen Abend. Das Publikum forderte er auf, am Sonntag von seinem Wahlrecht gebrauch zu machen. Im Anschluss blieben viele noch, um mit ihm über die Musik, die Wahl und sein Programm zu diskutieren.

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