Die Zukunft der Vereine in unserer Stadt im Spannungsfeld zwischen Tradition und neuen Herausforderungen – ein Gespräch mit Sahin Karaaslan

Sahin Karaaslan ht die große integrative Kraft der Vereine sehr positiv am eigenen Leib erfahren. Deshalb ist ihm die Förderung der Vereine ein großes Anliegen. Das beweist er als Unternehmer durch das Sponsoring verschiedener Vereine, durch die aktive Mitgliedschaft der Familie in Leimener Vereinen und auch in seinem Wahlprogramm legt er Wert auf diesen Aspekt. Deshalb lag es auch nah das Gespräch mit den Vereinen zu suchen.

In kleiner Runde traf man sich im Nebenzimmer des Restaurant Fody’s, um wichtige Themen rund um die Vereine zu diskutieren und es entwickelte sich schnell eine intensive Debatte.

Erstes Thema war die Vereinsförderung durch das VZP. Klar ist, dass die Vereine auf diese Unterstützung kaum verzichten können. Um aber die Mittel gezielter einzusetzen, nämlich da wo die Vereine sie am besten brauchen können, schlug Sahin Karaaslan vor, künftig vor der Gemeinderatsdebatte um eine Fortschreibung die Vereine um Vorschläge zu bitten, wie und wo Veränderungen vorgenommen werden können.

„Gesellschaft und Vereine verändern sich, dem muss sich auch die Förderung anpassen und da sollte man die fragen, die sich in den Vereinen engagieren“, sagte der OB-Kandidat.

Darüber hinaus regte er an, dass Verwaltung, Politik und Vereine künftig wieder in einen intensiveren Austausch treten sollten, etwa mit einem regelmäßig stattfindenden runden Tisch, um sich über Probleme, Veranstaltungen, Planungen usw. zu informieren.

Großen Anklang bei den Anwesenden fand auch die Idee, dass die Stadt Kooperationen zwischen den Vereinen fördern sollte. Gerade kleine Vereine haben heute immer öfter Probleme genügend manpower auf die Beine zu bekommen – etwa um bei Stadtfesten mehrere Tage präsent zu sein. Hier könnte die Stadt Kooperationen vermitteln. Auch bei Fortbildungen, die für einzelne Vereine oft nicht leistbar sind könnte die Stadt als Organisator auftreten.

Ein weiteres Thema, war die Integration von Flüchtlingen in die Vereine. Hier wird in Leimen schon viel getan und Vorbildliches geleistet. Aber manchmal scheitert das Engagement auch an den Gegebenheiten. So könnte der Neptun im Leimener Bad Schwimmkurse für Flüchtlinge anbieten, aber bisher fand sich noch kein Termin dafür.

In der weiteren Diskussion kamen von den Anwesenden noch weitere Anregungen, wie zum Beispiel, dass über die Stadt Bufdis (Bundesfreiwilligendienstleistende) für die Vereine oder die Flüchtlingshilfe beschäftigt werden könnten. Die Arbeit dieser jungen Erwachsenen könnte gut gebraucht werden, allerdings ist der bürokratische Aufwand für die meisten Vereine nicht zu meistern.

„Man sieht, was schon an einem Abend an Ideen entstehen kann, wenn man nur miteinander ins Gespräch kommt“, erklärte Sahin Karaaslan, der die Vorschläge gerne aufnahm.

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